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Presseinfos Februar 2003

19. Februar 2003:

Vorletzter Mannschaftsspieltag

19. Februar 2003:

Vorbericht vorletzter Mannschaftsspieltag

15./16. Februar 2003:

Bezirksranglisten-Turnier Jugend

08. Februar 2003:

Zweiter Spieltag Rückrunde Landesliga

15. Februar 2003:

Deutsche Jugendmeisterschaften

08. Februar 2003:

Zweiter Spieltag Rückrunde Baden-Württemberg-Liga

01./02. Februar 2003:

Baden-Württembergische Meisterschaften der Altersklassen

 


 19. Februar 2003  

Vorletzter Mannschaftsspieltag

Die beiden Badmintonteams des VfL Sindelfingen haben bereits vorzeitig ihr Saisonziel erreicht. Nach dem vorletzten Spieltag ist die zweite Mannschaft so gut wie aufgestiegen, die „Erste“ hat den Klassenerhalt gesichert und kämpft nun noch um den dritten Platz in der Baden-Württemberg-Liga.

Der überraschende 6:2-Heimspiel-Erfolg über die SG Hemsbach sicherte der ersten Mannschaft die notwendigen zwei Punkte, um den vierten Tabellenplatz zu verteidigen. Mit nach wie vor fünf Punkten Vorsprung auf die zweite Tabellenhälfte und nur noch vier zu vergebenden Punkten am letzten Spieltag kann dem VfL jetzt nichts mehr passieren, auch wenn möglicherweise alle vier folgenden Teams absteigen müssen. Und das ist wegen der Situation in der darüberliegenden Regionalliga durchaus möglich.

Wie schon während der ganzen Rückrunde musste der VfL auch zu seinen letzten beiden Heimspielen ersatzgeschwächt antreten. Das verletzungsbedingte Fehlen von Achim Seidel konnten die verbliebenen vier Herren kompensieren. Bei den Frauen war wieder einmal nur Evelyne Hügle von der Stammbesetzung mit an Bord. Die entstandene Lücke schloss diesmal Ingrid Häupler. Dies verhinderte zwar eine Disqualifikation des VfL, nicht aber, dass die Punkte im Damendoppel und im Mixed an die abstiegsbedrohten Hemsbacher gingen.

Damit war es aber auch getan mit den Sindelfinger Gastgeschenken. Alle weiteren Matches gingen an den VfL. Am engsten war dabei noch das Ergebnis des ersten Herreneinzels. David Kaviladze schien zwar immer nur so viel zu tun, wie unbedingt notwendig, um gegen Tobias Müller zu bestehen. Beim 15:13 und 17:16 ging diese Rechnung zwar auf, Kaviladze zog sich dabei aber eine Zerrung in der Wade zu.

Diese Verletzung behinderte den gebürtigen Georgier in der folgenden Partie gegen den Tabellenzweiten BC Viernheim derart, dass er im ersten Doppel nicht die gewohnte Führungsrolle spielen konnte und das Match deutlich in zwei Sätzen verloren ging. Sein anschließendes Einzel gab Kaviladze sogar kampflos ab. So fehlten dem VfL zwei wichtige Punkte, auf die man sich im Normalfall verlassen konnte.

Weil auch Viernheim nur mit einer Frau aus der Stammbesetzung angetreten war, gelang den Sindelfingern ein überraschender Punkt im Damendoppel. Gegen die Tschechin Marketa Osickova war Ingrid Häupler im Einzel dann aber ebenso chancenlos, wie Evelyne Hügle und Uwe Sachs im Mixed. Beim Stand von 2:4 lag dennoch ein überraschender Punktgewinn für den VfL in der Luft.

In der Hand hatten das Unentschieden Christoph Hornikel und Andreas Hirschmann in ihren Einzeln. Beide Entscheidungen fielen erst im dritten Satz. Nach 7:15 und 15:12 lag Hirschmann bereits deutlich mit 12:0 gegen Stefan Glasstetter in Front, als beim Sindelfinger plötzlich nichts mehr ging und er das Match mit 13:15 noch verlor. Mit diesem Ergebnis im Blick gelang auch Christoph Hornikel kein Sieg gegen Markus Hanke mehr und es blieb bei der 2:6-Niederlage.

Die zweite Mannschaft des VfL ist weiter auf Aufstiegskurs. Mit zwei 7:1-Heimsiegen in den Kreisderbys gegen Herrenberg 3 und Gärtringen verteidigten die Sindelfinger ihren Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze der Landesliga Zollern-Alb-Donau. Um den lang ersehnten Aufstieg in die Verbandsliga noch zu verpassen, müssten die Sindelfinger die beiden ausstehenden Heimspiele in zwei Wochen noch verlieren – und das ist angesichts der diesjährigen Dominanz des VfL äußerst unwahrscheinlich.

 


 

 


 19. Februar 2003  

Vorbericht vorletzter Mannschaftsspieltag

An diesem Samstag bestreiten die beiden Sindelfinger Badminton-Mannschaften ihren letzten gemeinsamen Heimspieltag. Spielbeginn für die jeweils erste Begegnung ist um 14:00 Uhr in der Turnhalle der Realschule Hinterweil.

Während die erste Mannschaft gegen Hemsbach und Viernheim noch punkten will, um sich des Klassenerhaltes sicher zu sein, geht es für Sindelfingens "Zweite" im Kreisderby gegen Herrenberg und Gärtringen um die Meisterschaft in der Landesliga.

Die Situation in der Baden-Württemberg-Liga ist in diesem Jahr schon kurios. An der Tabellenspitze stehen mit Friedrichshafen und Viernheim die beiden Aufsteiger der vergangenen Saison und werden die Meisterschaft sicherlich unter sich ausmachen. Auf den Plätzen drei und vier folgen Fellbach und Sindelfingen. Dahinter klafft zur zweiten Tabellenhälfte bereits eine Lücke mit fünf Punkten.

Weil diesmal im schlimmsten Fall aber vier Mannschaften absteigen könnten, und weil in den ausstehenden beiden Spieltagen noch acht Punkte vergeben werden, muss der VfL noch ein paar Punkte holen, um seinen vierten Platz sicher zu verteidigen.

Diese Aufgabe wird in der ersten Partie am Samstag gegen die abstiegsgefährdete SG Hemsbach (ab 14:00 Uhr) sicherlich leichter zu lösen sein, als anschließend gegen den starken Tabellenzweiten Viernheim (ab etwa 19:00 Uhr). Leicht wird jedoch auch das nicht werden, denn zum einen ist Hemsbach seine Aufstellungssorgen aus der Vorrunde wieder los und darf seitdem nicht mehr unterschätzt werden. Zum anderen plagen die Sindelfinger wieder einmal selbst Personalprobleme.

Erneut fallen mit Ilka Busch und Claudia Pal die beiden stärksten Frauen aus, so dass neben Evelyne Hügle wohl wieder einmal Aisha Ruof zu einem Einsatz kommen wird. Ausserdem muss der VfL auf Achim Seidel verzichten, der sich mit Rückenschmerzen krank gemeldet hat.

Solche Probleme kennt die zweite Mannschaft des VfL in dieser Saison nicht. Auch am Samstag scheint das Landesliga-Team wieder in Bestbesetzung antreten können und wird so seinen Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze wohl halten können. Ab 14:00 Uhr ist die abstiegsgefährdete dritte Mannschaft des VfL Herrenberg zu Gast in der Sindelfinger Hinterweilhalle. Gegen 19:00 Uhr kommt der Tabellendritte TSV Gärtringen.

 


 

 


 15./16. Februar 2003  

Bezirksranglisten-Turnier Jugend

Nachdem für Claudia Pal und Sebastian Richter die Jugendsaison mit den Deutschen Meisterschaften gerade erst zu Ende gegangen ist, kämpfen die übrigen Badminton-Nachwuchstalente des VfL Sindelfingen längst wieder um die Qualifikation für die nächsten Turniere. So wie zuletzt beim zweiten Bezirksranglistenturnier in Friedrichshafen.

Mit guten Ergebnissen auf regionaler Ebene hatten sich Thomas und Volker Hahl, Felix Richter, Michaela Häupler und Thomas Ganzhorn für die Turniere auf Bezirksebene qualifiziert. Und das ist für einige bereits ein Erfolg, denn der Bezirk Südwürttemberg ist schon ganz schön groß: von Sindelfingen über Heidenheim bis an den Bodensee.

In der Altersklasse U13 hatte Thomas Hahl nach leichtem Auftaktspiel in der zweiten Runde gegen Willi Focken (TV Rottenburg) mehr Mühe als erwartet. Letztlich setzte sich der Weil der Städter, der zusammen mit seinem Bruder Volker zweimal pro Woche nach Sindelfingen ins Training kommt, aufgrund der größeren Nervenstärke aber durch. Im Halbfinale erwies sich der spätere Turniersieger Simon Hagemeister vom BV Riedlingen sowohl spielerisch als auch läuferisch klar überlegen.

Auch im Spiel um Platz drei zog Thomas Hahl gegen Marcel Wöhl (ebenfalls vom TV Rottenburg) mit 12:15, 15:9 und 11:15 den Kürzeren. Somit belegte er, wie schon beim ersten Turnier in Altshausen, wieder den vierten Rang. Noch einen Platz besser schnitt sein älterer Bruder ab. Nach zwei leichten Auftaktspielen traf Volker Hahl im Halbfinale der Altersklasse U15 wieder auf Holger Banzhaf vom TSV Laichingen. War die Niederlage beim ersten Turnier in Altshausen mit 16:17, 16:17 noch äusserst knapp ausgefallen, hatte er diesmal mit 10:15, 9:15 klar das Nachsehen. Verärgert über die verpasste Chance und die eigene „Schusseligkeit“ (O-Ton seines Betreuers Andreas Richter) fegte der Sindelfinger im Spiel um Platz drei anschließend Raphael König (BV Riedlingen) mit 15:4 und 15:1 förmlich vom Platz - und der hatte immerhin das erste Turnier gewonnen.

Mit diesen Platzierungen haben beide Hahl-Brüder die Qualifikation für die Ranglistenturniere auf baden-württembergischer Ebene sicher in der Tasche. Felix Richter belegte in der Altersklasse U13 einen ordentlichen elften Platz. Michaela Häupler und Thomas Ganzhorn waren krankheits- oder verletzungsbedingt diesmal nicht mit dabei.

 


 

 


 08. Februar 2003  

Zweiter Spieltag Rückrunde Landesliga

Mit zwei Siegen gegen die beiden Böblinger Landesliga-Mannschaften bleibt die zweite Badminton-Mannschaft des VfL Sindelfingen weiter auf Aufstiegskurs.

Der letzte Auswärtsspieltag war ein Spieltag der kurzen Wege für die Tabellenführer aus Sindelfingen. Die erste Partie gegen den nach wie vor erfolglosen Tabellenletzten SV Böblingen 2 war mehr oder weniger Formsache. Beim deutlichen 8:0-Erfolg des VfL blieb den Sindelfingern sogar noch genügend Zeit, sich die parallel laufende Begegnung von Böblingens erster Mannschaft gegen den Tabellenzweiten TSG Ehingen/Donau anzusehen.

Und was sie da zu sehen bekamen, war bei aller Freundschaft zu den Gegnern so recht nach dem Geschmack der Sindelfinger. Denn der Tabellendritte Böblingen 1 schlug die direkten Verfolger aus Ehingen mit 5:3. Das verschaffte dem VfL jetzt vier Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze. Einen Sieg im anschließenden Match gegen Böblingen 1 natürlich vorausgesetzt .

Und dass das nicht so leicht werden würde, wie beim überraschenden 7:1 im Hinspiel, war offensichtlich. Denn immerhin haben die Böblinger die letzten Jahre dort gespielt, wo der VfL jetzt hin will: in der Verbandsliga. Dennoch lief zunächst alles nach Plan für die Sindelfinger. Die üblichen drei Damenpunkte waren schnell eingefahren. Dazu noch das zweite Herrendoppel und ein Unentschieden war bereits sicher. Das erste Herrendoppel ging danach aber ebenso an Böblingen, wie das zweite und das dritte Herreneinzel.

Die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden musste also im abschließenden ersten Herreneinzel fallen. Und das ließ sich Thomas Züfle gegen Böblingens Nummer eins, Klaus Vogt, nicht nehmen. Mit einem Netzroller zum 15:5 und 15:13-Erfolg sorgte der Sindelfinger für den Sieg und damit vielleicht schon für den Aufstieg in die Verbandsliga. Vier Punkte Vorsprung bei noch vier ausstehenden Heimspielen – da sollte eigentlich nichts mehr passieren. „Gefeiert wird aber erst am letzten Spieltag“, versprach Abteilungsleiter Michael Häupler.

Zur Stammbesetzung des VfL gehörten auch an diesem Wochenende wieder Claudia Ertel, Antje Mohrs, Thomas Züfle, Ralf Baumgärtel, Björn Abendroth, Michael Häupler und Andreas Richter.

 


 

 


 15. Februar 2003  

Deutsche Jugendmeisterschaften

Vor drei Wochen hatten sich zwei Sindelfinger Jugendliche für die Deutschen Badminton-Meisterschaften in Nordhorn (Niedersachsen) qualifiziert. Jetzt war der große Tag gekommen: Sebastian Richter durfte in allen drei Disziplinen ran, bei Claudia Pal hatte es nur für das Einzel gereicht.

Wie erwartet konnten die beiden bei ihrem ersten Auftritt auf den Deutschen Meisterschaften noch keine Bäume ausreissen. Für VfL-Trainer Gerhard Richter war das vergangene Wochenende dennoch eine wichtige Station in der Entwicklung seiner Schützlinge. „Die Ergebnisse spielen keine Rolle. Wichtig war, dass die beiden sich gut verkauft haben und gegen starke Gegner eine Menge Erfahrungen sammeln konnten. Trotz des erwartet frühen Ausscheidens hat es ihnen aber auch Spaß gemacht – und das ist beim Leistungssport ganz wichtig“.

Kein Wunder, dass die Kids Spaß hatten, gab es doch für den Trip an die holländische Grenze auch ein paar Stunden schulfrei. Weil der 14-jährige Sebastian Richter und einige andere bereits am Freitag im Mixed antreten mussten, begab sich der Troß aus 14 Jugendlichen aus ganz Baden-Württemberg mitsamt den vier Betreuern bereits am Donnerstag auf die sechsstündige Reise. Schließlich sollen alle ja ausgeruht sein, wenn es dann drauf ankommt.

Am nächsten Vormittag war noch einmal gemütliches Shoppen angesagt, bevor es ab 16:00 Uhr ernst wurde. Zusammen mit seiner Mixedpartnerin Stefanie Schäfer vom SSV Waghäusel musste Sebastian Richter gleich gegen die an eins gesetzte Paarung Dave Eberhard / Jessica Röthel (SpvGG Sterkrade) ran. Beim 5:11 und 5:11 machten die beiden baden-württembergischen Aussenseiter eine gute Partie, waren letztlich aber chancenlos.

Ähnlich erging es dem Achtklässler des Stiftsgymnasiums am nächsten Morgen im Einzel. Gegen den ebenfalls ungesetzen Linkshänder Ronny Dubb vom ESV Bitterfeld hatte sich Richter zwar eine Chance ausgerechnet, konnte aber seine eigenen Stärken nicht in Szene setzen und unterlag zwei Mal zu fünf.

Besser lief es im Einzel für Claudia Pal. Ihr Erstrundenspiel gegen Jacqueline Mazurek (TuS Friedrichsdorf) gewann die 17-jährige Maichingerin nach verlorenem ersten Satz noch mit 7:11, 13:11 und 11:7. Im Achtelfinale war aber dann gegen die spätere Finalistin Johanna Goliszewski (TV Wetzlar) auch Schluss.

Die beste Leistung zeigte Sebastian Richter in seiner derzeitigen Paradedisziplin, dem Doppel. An der Seite von Florian Dörflinger (TSG Schopfheim) wurde er Fünfter. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es den beiden immer besser, ihre Gegner selbst unter Druck zu setzen. Der Lohn war ein Dreisatz-Erfolg über Christopher Fix (Maintal) und Sebastian Hein (Erlensee). Im Viertelfinale warteten dann mit Sebastian Rduch (DJK Hamburg) und Tim Fillbrunn (SpVgg Sterkrade) zwei der Turnierfavoriten. Beim 2:15 und 6:15 waren die späteren Zweiten diesmal aber einfach noch zu stark für Richter/Dörflinger.

Überhaupt war das Niveau enorm hoch. Nach ihrem Ausscheiden konnten sich die beiden Sindelfinger noch einige hochkarätige Spiele anschauen und sich nur wundern, wie schnell und athletisch in der absoluten deutschen Spitze gespielt wird. Bis dahin braucht es aber noch ziemlich viel Trainingsfleiss für Gerhard Richter und seine beiden Schützlinge.

 


 

 


 08. Februar 2003  

Zweiter Spieltag Rückrunde Baden-Württemberg-Liga

Beinahe hätte der zweite Rückrundenspieltag in der Badminton Baden-Württemberg-Liga ganz ohne Sindelfinger Beteiligung stattgefunden. Nun gelang der ersten Mannschaft des VfL sogar noch ein 5:3-Auswärtserfolg im Lokalderby gegen Herrenberg. Und danach hatte es zunächst überhaupt nicht ausgesehen.

Noch am vergangenen Donnerstag musste die gesamte sportliche Leitung des VfL Sindelfingen davon ausgehen, dass die erste Mannschaft beide anstehenden Begegnungen kampflos abgeben muss. Ähnlich wie am letzten Spieltag fehlte es wieder an Frauen. Alle drei Stammspielerinnnen waren verhindert: Claudia Pal war mit der Jugend unterwegs, Ilka Busch hatte geschäftliche Termine und Evelyn Hügle wollte einen wichtigen privaten Termin wahrnehmen. Auch aus den Reihen der Ersatzspielerinnen konnte zunächst niemand gefunden werden.

Alle Versuche, die Begegnungen gegen Herrenberg und Friedrichshafen aus diesem Grund zu verlegen, waren bereits im Vorfeld gescheitert oder wurden wieder verworfen. Weil Claudia Pal ihren Verein auf den deutschen Jugend-Meisterschaften vertrat, wäre es theoretisch möglich gewesen, auf einer Spielverschiebung zu bestehen. Anders als in der vergangenen Spielzeit entschlossen sich die Verantwortlichen des VfL jedoch diesmal dazu, nicht wieder durch penible Regelauslegung negativ aufzufallen. Lieber würde man beide Begegnungen kampflos abgeben und die Strafe bezahlen.

Erst nachdem es Mannschaftsführer Christoph Hornikel gelungen war, Evelyn Hügle von den Konsequenzen eines Nichtantretens zu überzeugen, keimte wieder Hoffnung auf. Als Hornikel dann seinen letzten Joker ausgespielt hatte und auch Carolin Bechtle überredet war, wenigstens mit nach Herrenberg zu fahren, war das erste Match gerettet. Zumindest stand eine Mannschaft auf dem Papier, mit der man antreten konnte.

Die fällige Konventionalstrafe war damit verhindert, ob es sich aber auch sportlich auszahlen würde? Von Carolin Bechtle jedenfalls durfte niemand einen Punktgewinn erwarten, hat die 18-Jährige doch schon seit über einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen keinen Schläger mehr in der Hand gehalten. Um so überraschender war dann der 5:3-Sieg gegen die um den Abstieg kämpfenden Herrenberger.

Verstärkt durch Rückrunden-„Überläufer“ Oliver Züfle trat der VfL Herrenberg in Bestbesetzung an und erhoffte sich folglich Vorteile, vor allem bei den drei Damensspielen. Zunächst schien die Rechnung auch aufzugehen. Sindelfingen lag nach dem Damendoppel und den beiden Herrendoppeln mit 1:2 in Rückstand. Dann durchkreuzte jedoch Evelyn Hügle die ehrgeizigen Herrenberger Pläne und sorgte mit einem überraschend deutlichen Erfolg gegen Kirsten Hechler (11:2 und 11:5) für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Das anschließende Mixed brachte Herrenberg erwartungsgemäß wieder mit 3:2 in Front. Damit aber genug, denn die drei anschließenden Herreneinzel waren eine klare Angelegenheit für den VfL Sindelfingen. Christoph Hornikel schlug Johannes Fischer mit 15:9 und 15:4 und auch Andreas Hirschmann kam beim 15:3 und 15:7 gegen Till Schäberle nie in Bedrängnis. Lediglich Claus Fleck konnte Sindelfingens Nummer eins David Kaviladze beim 13:15, 15:11 und 15:4 einen Satz abtrotzen, was aber den 5:3 Erfolg für Sindelfingen nicht mehr gefährdete.

Die zweite Begegnung dieses Spieltages gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten VfB Friedrichshafen 2 gab Sindelfingen anschließend kampflos ab. Denn für einen Ausflug an den Bodensee war auch Carolin Bechtle nicht mehr zu gewinnen. Dank ihres Einsatzes war der VfL jedoch noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. „Ein zweites Mal dürfen wir uns das aber nicht mehr erlauben“, weiss nicht nur Christoph Hornikel. Denn wenn der VfL noch einmal nicht antreten kann, droht die Annulierung sämtlicher bisheriger Ergebnisse und die Disqualifikation aus der Baden-Württemberg-Liga.

 


 

 


 01./02. Februar 2003  

Baden-Württembergische Meisterschaften der Altersklassen

Wieder einmal gibt es einen Grund, sich mit Michael Häupler zu freuen. Diesmal aber nicht in seiner Funktion als Abteilungsleiter der Sindelfinger Badmintonabteilung, sondern als Spieler. In Wangen sicherte er sich zusammen mit Gerhard Richter seinen ersten Landesmeister-Titel im Doppel der Altersklasse O 40.

Drei Jahre nacheinander war der VfL Sindelfingen selbst Ausrichter der baden-württembergischen Altersklassen-Meisterschaften gewesen. Diesmal fanden die Titelkämpfe der „alten Hasen“ in Wangen im Allgäu statt. Wegen der ungünstigen geografischen Lage waren erwartungsgemäß deutlich weniger Teilnehmer gemeldet, was der Veranstaltung jedoch keinen Abbruch tat. Denn bei diesen erfahrenen Spielern (die Jüngsten müssen mindestens 35 Jahre alt sein) geht es längst nicht mehr nur um sportliche Ehren, sondern vor allem um den Spaß am Spielen - und am Feiern. Dennoch sollen die nächsten Landesmeisterschaften wohl wieder in Sindelfingen stattfinden.

Mit sechs Mann und zwei Frauen war der VfL ins Allgäu gefahren. Erfolgreichster Sindelfinger Teilnehmer wurde Michael Häupler mit seinem Titel im Doppel und einem zweiten Platz im Mixed, zusammen mit Ehefrau Ingrid.

Im Doppel startete er zusammen mit VfL-Trainer Gerhard Richter in der Altersklasse O 40, also bei den über 40-jährigen. Nach mehreren Vizemeisterschaften in den vergangenen Jahren gelang es den beiden endlich, einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen zu können. Ausschlaggebend für diesen Erfolg war vor allem der entscheidende Dreisatz-Sieg gegen Bernd Kessler und Edi Klein (Brombach/Konstanz). Platz drei belegten in dieser Konkurrenz Werner Freitag und Ralf Baumgärtel, die beiden anderen Sindelfinger in dieser Altersklasse.

Im O 40-Mixed waren nur wenige Paarungen am Start. Nach einer Niederlage gegen Dietmar Hechler (Herrenberg) und Sabine Kraft (Heidenheim) steigerte sich das Ehepaar Häupler und harmonierte von da an überraschend gut. „Es gab keinen Streit“, bemerkte Michael Häupler am Ende stolz. Belohnt wurde diese Harmonie mit der Silbermedaille.

Im Doppel startete Ingrid Häupler in der Altersklasse O 45 und wurde dritte an der Seite ihrer Kassierer-Kollegin Barbara Schenk. Die belegte im Einzel immerhin auch noch den zweiten Platz.

Von den beiden Sindelfingern in der Altersklasse O 35 hatte Uwe Sachs die bessere Bilanz. Im Einzel wurde er zweiter, im Doppel reichte es an der Seite von VfL-Sportwart Björn Abendroth immerhin noch zur Bronzemedaille.

 


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